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German Spin-off Framework

Schneller, fairer und planbarer aus der Forschung heraus Unternehmen gründen

Deutschlands führende Forschungseinrichtungen und Investoren unterstützen gemeinsames Spin-off-Rahmenwerk. Die RWTH Aachen ist Teil des Netzwerkes.
 

Die RWTH Aachen, weitere Forschungseinrichtungen, Technologietransferstellen (TTOs), Venture-Capital-Gesellschaften, Business Angel und weitere Akteure des Innovationsökosystems haben ein gemeinsames German Spin-off Framework (GSOF) entwickelt. Das Rahmenwerk soll die IP-Nutzung für Ausgründungen aus der Forschung in Deutschland schneller, fairer und planbarer machen.

Das German Spin-off Framework ist eine freiwillige Selbstverpflichtung auf gemeinsame Standards für Ausgründungen aus der Forschung. Es ist das Ergebnis eines breit angelegten kollaborativen Prozesses, der von Dr. Thorsten Lambertus, Geschäftsführer des DEEP - Institute for Deep Tech an der ESMT Berlin, koordiniert wurde. Entwickelt wurden Leitplanken für die Lizenzierung geistigen Eigentums, Beteiligungsmodelle und Spin-off-Verhandlungen. Ziel des Frameworks ist es, Zeit- und Reibungsverluste der Verhandlungen zu reduzieren und Transparenz zu schaffen. Es soll Gründerinnen und Gründern, Investoren sowie Forschungseinrichtungen ermöglichen, sich stärker auf den Aufbau international wettbewerbsfähiger Deep-Tech-Unternehmen zu konzentrieren.

„Während die Debatte der vergangenen Jahre häufig von gegensätzlichen Positionen geprägt war, steht das German Spin-off Framework für einen gemeinsamen Ansatz von Wissenschaftseinrichtungen und Investoren. Es ist kein Endpunkt der Diskussion, sondern ein wichtiger erster Schritt hin zu einem breiten Konsens über faire und innovationsfördernde Rahmenbedingungen für akademische Ausgründungen“, erklärt Dr. Jörg von Appen, Geschäftsführer der RWTH Innovation GmbH, die den Prozess über ihre Gründungs- und Technologietransferaktivitäten maßgeblich mitgeprägt und sich über Jahre aktiv für eine gemeinsame Lösung eingesetzt hat.

 

Das Framework stellt dabei Gründeranreize, Investierbarkeit und langfristige Wertschöpfung über kurzfristige Erlösmaximierung. Durch mehr Transparenz, geringere Unsicherheit und schnellere Verhandlungen soll das Framework Deutschlands Fähigkeit stärken, bahnbrechende Technologien erfolgreich zu kommerzialisieren und international relevante Deep-Tech-Champions hervorzubringen. Das GSOF versteht sich als lebendiges Rahmenwerk, das sich mit Marktanforderungen und internationalen Best Practices weiterentwickeln wird. Es soll Deutschlands Anspruch unterstützen, exzellente Forschung erfolgreicher in weltweit wettbewerbsfähige Unternehmen zu überführen.

Bislang haben 44 Organisationen das Framework gemeinsam entwickelt und offiziell unterzeichnet: APEX Ventures, Ascenion, Atlantic, Basic Ventures, Bayerische Patentallianz GmbH, BayBG Venture Capital, Bayern Kapital, Bio Deutschland e. V., BioM, BioRN, Business Angels Deutschland (BAND), Charité & BIH, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, D11Z, DEEP - Institute for Deep Tech an der ESMT Berlin, DESY, DKFZ, First Momentum, Forbion, Fraunhofer, HZDR, Joachim Herz Stiftung, Karlsruher Institut für Technologie, LMU Klinikum, Marvelous Ventures, Matterwave Ventures, Max Planck Innovation GmbH, Noerr, Occident Ventures, Positron, Potsdam Science Park, RWTH Aachen, seed+speed Ventures, Sofinnova, SouthwestX, TU Dresden, TU München, Triathlon (Universität des Saarlandes), U2V, Universität Stuttgart, Venture Capital Magazin, Vireo Ventures, Visionaries Tomorrow, und WIPIT.

Dr. rer. nat. Jörg von Appen
Geschäftsführer
+49 241 80 96608